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          Borchert hat freilich Thomas Wolfe gelesen (...) Faulkner, Hemingway.

          Hätte er das, was er zu sagen hatte, mit den Stilmitteln Wiecherts oder

          Hesses oder Thomas Manns ausdrücken können?

          Als der Krieg ausbrach, war er 18 Jahre alt.

          Als er ins Gefängnis kam: 23.

          Als er starb: 26.

          Front, Kerker, Nachkriegshunger, Tod, (...)

          man hat keine Zeit für esoterischen Symbolismus und humanistische Bildung

          (...) denn das Letzte geben die Worte nicht her.

          Alfred Andersch  "Das Gras und der alte Mann" 1948

           

          Ein Mann kommt nach Deutschland, und der Mann friert, hungert und humpelt! 

          Er kommt nach Hause, und da ist sein Bett besetzt. 

          Eine Tür schlägt zu, und er steht draußen. 

          Er findet ein Mädchen, aber das Mädchen hat einen Mann, der hat nur ein Bein

          und der ruft andauernd einen Name: Beckmann. 

          Eine Tür schlägt zu, und er steht draußen. 

          Er sucht Menschen, aber ein Oberst lacht sich halbtot. 

          Eine Tür schlägt zu, und er steht wieder draußen. 

          Ein Mann kommt nach Deutschland! 

          Er sucht Arbeit, aber ein Direktor ist feige,

          und die Tür schlägt zu, und wieder steht er draußen. 

          Ein Mann kommt nach Deutschland! 

          Er sucht seine Eltern, aber eine alte Frau trauert um das Gas,

          und die Tür schlägt zu, und er steht draußen. 

          Ein Mann kommt nach Deutschland! 

          Und dann kommt der Einbeinige -- teck -- tock -- teck -- und der Einbeinige sagt: Beckmann. 

          Sagt immerzu: Beckmann. 

          Und Beckmann fühlt tief in seinen Traum hinein, daß sein Tod gleich war wie sein Leben:

          sinnlos, unbedeutend, grau. 

          Und du -- du sagst, ich soll leben!  Wozu? Für wen? Für was? 

          Wohin soll ich denn? Wovon soll ich leben? Mit wem? 

          Wohin sollen wir denn auf dieser Welt!