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Die Figur des Beckmann wird auf fünf Spielerinnen und Spieler verteilt und
erlangt damit eine Gültigkeit, die über das individuelle Schicksal hinausweist.
Während der Probenarbeiten entstand auch eine Hörspielfassung > Booklet
Verteilung der Beckmann-Darsteller auf die Szenen
B I Der Beerdigungsunternehmer und die Elbe
B II Der Andere und das Mädchen
B III Der Oberst
B IV Der Direktor
B V Frau Kramer
Kostüme und Requisite
Altglascontainer
Die Oberbekleidung der Spielerinnen und Spieler ist mit dem Buchstaben versehen,
Dispersionsfarbe auf Filz.
Konzepte der Figuren
Für das Mädchen ist das Bild des Fisches eines der nicht greifbaren Lebendigkeit, der Beweglichkeit und
Vollständigkeit. Sie hat ein vollständiges, ein idealisiertes Bild ihres Mannes, überhaupt eines Mannes.
Doch die Männer, auch ihr eigener, kommen unvollständig im körperlichen und seelischen Sinn zurück.
Der Fisch jedoch ist das Bild dafür, dass es in jede Richtung weiter gehen kann, dass es gut werden kann,
lebendiger werden kann, denn das Element des Wassers erlaubt die Fortbewegung in jede Richtung und
ist Urlement des Lebens.
Artikel
Menschen brauchen Theater und Theater braucht Menschen
Theater ist ein wichtiges Medium, um die Welt zu verstehen. Nicht nur, weil es Bilder schafft,
über die man die Welt kreativ, künstlerisch und sozial erlebt, sondern auch, weil es Mittel der
Auseinandersetzung gibt, Mittel des Nachdenkens und weil es den Menschen zum reflektieren
bringt. Theater bildet also.
Theater prägt die Persönlichkeitsentwicklung, es weckt Begeisterungsfähigkeit, es zieht mit.
Es spiegelt soziale und gesellschaftliche Beziehungen. Es ist Medium des gemeinsamen
Arbeitens mit der Möglichkeit zur ausgeprägten Individualität.
Körpersprache, Präsenz, Präsentation hat einen hohen Stellenwert, aber über das Spielen hinaus
bildet das Theater Fähigkeiten aus, auf die es im Alltag ankommt: Teamgeist, Toleranz, Zuhören
können und Ausreden lassen.
Das Theaterspielen hat die ausgeprägte Fähigkeit, Menschen dort abzuholen, wo sie stehen.
Gerade das Amateurtheater schafft öffentliche Auseinandersetzung in der direkten Lebensumwelt
und bietet die Möglichkeit, seine Fähigkeiten an einem Medium zu stärken, das direkt, nicht
technisch vermittelt oder verfremdet und sehr persönlich ist.
Das Amateurtheater ist natürlich immer auf Impulse des professionellen Theaters angewiesen
und bedient sich dieser Impulse ja auch. Es steht aber deutlich näher an seinem Publikum vor Ort.
Mehr noch als im Profibereich sind von den Akteuren vielerlei handwerkliche Fähigkeiten gefragt.
Hier bringt das Amateurtheater Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen zusammen und
bei jeder Inszenierung ist der Weg auch schon ein großes Stück des Zieles.
Quelle:
Interview in der Zeitschrift "Schau.Spiel" des Landesverbandes Amateurtheater Baden-Württemberg.
Claudia Bucci im Gespräch mit Wolfgang Mettenberger (Leiter der Theater- und Spielberatung BW)